Foto: Stefan Krüger

Standpunkte

Das "neue normal"!? am 25.05.20

Im Teamer Chat nachgefragt:
Wie findest du das sogenannte "neue normal"? Wie geht es dir mit Schule auf Abstand? Wie läuft es bei euren Hobbies? Findet schon wieder was statt? Wie fühlt es sich an? Was vermisst du immer noch?

Lina Mahnken:
Ich war bisher noch nicht wieder in der Schule.
Das Training hat bei mir vor zwei Wochen wieder angefangen. Meine Gruppe wurde aufgeteilt und es findet nur noch einmal in der Woche statt. Es ist etwas komisch, weil man immer noch auf Abstand bleiben muss und sonst auch einfach vorsichtiger ist.

Anne Puck:
Was machst du nochmal für ein Training?

Lina Mahnken:
Ich voltigiere.

Anne Puck: 
Achja richtig. Das geht mit dem Abstand wahrscheinlich halbwegs?

Lina Mahnken:
Ja und es funktioniert auch gut.

Janice Beyreitz:
Also ich gehe jetzt seit letzter Woche wieder zur Schule und ich merke, dass ich diesen Alltag schon ziemlich vermisst habe. Es ist natürlich schon ein sehr mulmiges Gefühl, wenn man durch die Gänge geht und alles  abgeklebt ist. Aber im Unterricht kann man Corona auch Mal aus seinem Kopf ausschalten. Ich vermisse es aber ziemlich meine Freunde zu umarmen oder ihnen "nahe" zu kommen.

Was haltet ihr von den Schulöffnungen?

Frage an die Ritterhuder Teamerinnen und Teamer:
Was haltet ihr von den Schulöffnungen? Sind sie wichtig, damit nicht so viel Stoff verpasst wird. Oder denkt ihr eher, das ist zu früh, es könnten wieder mehr Menschen krank werden?

Fine Flindt: Also, ich kann versteh, dass man die Schulen schnellstmöglich wieder öffnen möchte, weil sonst viele Schüler aufgeschmissen wären, allerdings denke ich, dass es noch zu früh dafür ist.
Ich denke, es wäre besser, sich mehr mit digitalem Lernen auseinander zu setzen, statt das komplizierte System mit kleineren Kursen und bestimmten Fächern. Man könnte doch den "normalen" Schultag digital machen. Also online Klassen und Aufgaben und wer dann "schwänzt", der macht das dann eben auf eigene Verantwortung. Das sollte zumindest ab einem gewissen Alter, nicht mehr die Verantwortung der Lehrer sein.

Larissa Steinwachs: Naja, es ist schon blöd, dass wir den ganzen Schulstoff verpassen und zu Hause selber arbeiten sollen, aber es würde keinen Sinn machen, wenn die Schulen jetzt wieder öffnen.
Die Abiturienten sollten meiner Meinung nach als erstes wieder in die Schule, da die Prüfungen anstehen. 
Allerdings redet die Politik immer von mehr Hygiene-Maßnahmen, wie in der Schule sollen alle eine Schutzmaske tragen und besonders auf den Abstand achten. Das wird auf jeden Fall in Grundschulen nicht klappen, weil kleinere Kinder sich nicht an solche Vorschriften halten können.
Da sollte man nochmal genau drüber nachdenken, wann Grundschulen wieder öffnen, auch wenn die Kinder meistens keinen schlimmen Krankheitsverlauf haben, sie können den Virus mit nach Hause bringen, wenn sie die neuen Regeln nicht einhalten.
Bei älteren Schülern könnten die Regeln zwar funktionieren, aber in den Klassenräumen müsste man die Tische alle 2 Meter voneinander wegschieben und dafür reicht der Platz nun mal nicht.
Außerdem ist die Lernatmosphäre ganz anders, was sich negativ auf die Leistung der Schüler auswirken kann.
Also ich würde sagen, dass die ganzen Maßnahmen in den Schulen nicht gut umgesetzt werden können und für die Lehrer ist das ja auch kein schöner Job, unter diesen Umständen zu unterrichten.

Ostern im Schatten der Pandemie!? am 14.04.20

Ostern im Schatten der Pandemie!? Wie hast du das Fest erlebt? Was hast du vermisst? Was vielleicht auch neu entdeckt?

Im Teamerchat von Ritterhude gibt es folgende Stimmen zu lesen:

Janice Beyreitz (16): Ich habe das Osterfest eher als traurig empfunden. Ich fahre Ostern eigentlich immer mit der ganzen Familie in den Urlaub. Wir feiern also Ostern alle zusammen und dieses Jahr habe ich nur die Stimmen am Telefon gehört und ein kurzes "Frohe Ostern". 

Lina Mahnken (16): Bei mir war es auch traurig. Wir hatten trotzdem einen schönen Tag, aber normalerweise sehe ich auch immer meine komplette Familie an Ostern.

 

Frage an "Experten" am 02.04.20

Heute haben wir einmal unsere Pastoren als "Experten" befragt, denn wenn wir unser Bild von Gott betrachten, in dem wir Gott meist als einen liebevollen und gütigen Gott sehen. Wieso gibt es dann so viel Leid auf der Welt. Was bedeutet so eine globale Krise wie dieses Virus für unser Bild von Gott.

Deshab die Frage: Ist Corona eine Botschaft Gottes an die Menschen?

Eckhard Gering, Pastor in St. Willehadi sagt dazu:

Nein. Corona ist ein Virus, der Menschen unterschiedlich krank macht.

Die Botschaft Gottes ist der Mensch Jesus, der sich in seinen Taten und Worten von bedingungsloser Menschenliebe leiten lässt. Unter anderem wendet er sich dabei immer wieder ansteckenden Kranken zu, berührt sie, hilft ihnen, lässt nicht zu, dass sie als Ausgestoßene behandelt werden.
Er lebt so, weil er sich dabei mit Gott verbunden weiß im Leben, im Leiden und Sterben, über den Tod hinaus.

Die Erfahrungen mit Corona stellen uns die Frage vielleicht deutlicher, die das Leben aber immer stellt:
Wie achtest du dein Leben? Hast du Platz für Liebe und Hoffnung? Kannst du dem Gott vertrauen, von dem Jesus erzählt?

 Und Birgit Spörl, Pastorin in St. Johannes Ritterhude meint:

Von Anfang an hat die Menschen die Frage umgetrieben, warum es das Böse in der Welt gibt – und warum Gott es „zulässt“. Ob wir das nun an dem Coronavirus festmachen, oder daran, wenn ein geliebter Mensch an Krebs stirbt, oder einen Autounfall erleidet – wir werden nie eine abschließende Antwort finden.

Wichtig ist mir, von Gott nicht so klein(kariert) zu denken, als würde er uns etwa mit einem Virus bestrafen oder erziehen wollen. So etwas von Gott zu behaupten, ist gruselig und unbarmherzig – auf gleicher Linie haben in den 1980er einige Menschen von Aids gesprochen und im Mittelalter die Juden diffamiert, wenn die Pest wütete.

Gott hat uns seine Liebe gezeigt in Jesus Christus. Der heilt, tröstet, macht neu. Und er weckt in uns Kräfte, einander helfen und beistehen zu können. Der Glaube ist keine Garantie auf ein schmerzfreies Leben, das war es für Jesus selber auch nicht.
Aber es ist das Versprechen, dass die Liebe Gottes uns immer gilt, dass er uns mit unseren Fragen nicht allein lässt und uns hilft, wenn wir ihn darum bitten.

 

Regionaldiakon Volker Austein
Tel.: 04791-899855

Regionaldiakonin Anne-Katrin Puck
Tel.: 04791-899854